Aktuelles


»Punk ist Politik«

AKTUELLES | Jeannette Goddar |

Das Parlament, 2009

»Im Kleinen kann jeder etwas bewegen«

Silvia Hable ist eine Vertreterin der linken Protestbewegung. Die 25-jährige macht sich stark für ein alternatives Leben und eine gerechtere Weltwirtschaft – hält nichts von Hierarchien und scheut sich auch nicht vor extremen Positionen.

Sie sind 25 – und haben eine Autobiografie über ein Leben geschrieben, das nicht viel ausgelassen hat: an Rebellion, Protest und alternativen Wohnformen, an illegalen Substanzen und Aktionen. Was hat Sie zum Schreiben gebracht?

Als vor ein paar Jahren ein ARD-Film über mich gedreht wurde, der „Ich war das perfekte Kind“ hieß, habe ich mich ein bisschen geärgert. Immer ging es nur um die Ausreißerin, und wie es ihr und ihren Eltern damit geht. Dass hinter meiner Suche nach einem alternativen Leben auch eine politische Idee steckte, kam viel zu kurz. Ich fand es spannend, einen selbstironischen Blick auf diese Suche zu werfen und das Lebensgefühl einer Generation festzuhalten. Es gibt viel mehr Jugendliche wie mich, als die Gesellschaft vielleicht meint. Und es gibt mehr Protest, als behauptet wird.

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Besuch in Nordkorea

AKTUELLES | Jeannette Goddar |

Freitags fegen Kims Beamte die Straßen — Das Land wird von einem Toten regiert: Wer nach Nordkorea reist, trifft überall auf Statuen und Bilder von Kim Il Sung, der zum „ewigen Präsidenten“ erklärt wurde. Und sein Sohn Kim Jong Il? Nachfragen lohnen die Mühe nicht – es darf sowieso niemand mit Besuchern sprechen.

Weiterlesen: https://www.spiegel.de/politik/ausland/besuch-in-nordkorea-freitags-fegen-kims-beamte-die-strassen-a-627442.htmlBesuch in Nordkorea

Spiegel Online, 2009


Stadtteilmütter

AKTUELLES | Jeannette Goddar |

Rheinischer Merkur, 2008

Im Armenhaus Berlins: Eine Stadtteilmutter im Einsatz

Sie besuchen Familien, die einst aus den gleichen Ländern kamen wie sie. Sie reden über Schule, Ernährung, Kinderrechte oder Gewalt. So helfen Migrantinnen Migrantinnen.

Wie die Orgelpfeifen stellen sich die Mädchen im Wohnzimmer auf, als Besuch kommt: Ganz vorne steht Lejla, 4, dahinter Alma, 3. Die hält hinter sich ihre kleine Schwester Ersa so fest an der Hand, dass sie mit ihren anderthalb Jahren auch wirklich nicht umfallen kann. Hinter den dreien sitzt Mama Lirije mit der Jüngsten, Djellza, vier Monate, auf dem Arm. Papa Hilmi, der die Tür geöffnet hat, baut sich voller Stolz vor den fünf Frauen auf: „Mein ganzer Stolz!“, sagt er und breitet die Arme aus, „meine Familie! Meine Frau! Meine Töchter!“ Ein albanischer Mann, alleine unter Frauen in Berlin-Neukölln – und entzückt darüber.

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