Jeannette Goddar


Im Gespräch: Jürgen Baumert

AKTUELLES | Jeannette Goddar |

Bitte kein neuer Kulturkampf um die richtige Schulform! Sagt der Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung vor seiner Emeritierung.

Link / PDF:WIBI 23.06.2010

Frankfurter Rundschau, 2010


Generation Heimweh

AKTUELLES | Jeannette Goddar |

Weil sie in der Bundesrepublik keine Stelle fand, ging Emine Sahin zurück in das Land ihrer Vorfahren. Dort macht die Architektin nun Karriere – und wird so zum Vorbild für andere junge Deutschtürken.

Link / PDF: WIBI 29.01.2010-1

Frankfurter Rundschau, 2010


Frauen in die Chefredaktionen!

AKTUELLES | Jeannette Goddar |

Auch wenn wir in der Journalistenetage uns ohne Chefs und Ressortleiter ganz wohl fühlen gehören gleich mehrere von uns zu den Erstunterzeichnerinnen eines Aufrufs für .mehr Frauen in medialen Führungspositionen. 350 Journalistinnen hatten den Aufruf für die 30-Prozent-Frauenquote in den Chefetagen aller Medien bereits am Sonntag – als er 250 Chefredakteuren zugeleitet wurde – unterschrieben. Nur 24 Stunden später waren 330 KollegInnen (ja, auch Männer dürfen, sollen zeichnen!) hinzugekommen. Und: es sollen noch viel mehr werden: www.pro-quote.de


Lesung „Auf Zeit. Für immer.“

AKTUELLES | Jeannette Goddar |

„Auf Zeit. Für immer. Zuwanderer aus der Türkei erinnern sich“ –  Lesung mit dem Schauspieler Mehmet Yilmaz, Ballhaus Naunynstraße

Anschließendes Gespräch mit den Herausgeberinnen Jeannette Goddar und Dorte Huneke, dem im Buch portraitierten Ehepaar Eva und Sokrates Saroglu und Cem Gülay, sowie Barbara John, ehemalige Ausländerbeauftragte im Berliner Senat

Moderation: Eberhard Seidel, Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Zeit: 30.11.2011, 19 bis 21 Uhr
Ort: Konferenzraum der Bundeszentrale für politische Bildung, Friedrichstraße 50 | Checkpoint Charlie, 10117 Berlin; 4. Etage


„Auf Zeit. Für immer.“

AKTUELLES | Jeannette Goddar |


»Multikulti?«

AKTUELLES | Jeannette Goddar |

Das Parlament, 2002

Spät gemerkt: Ohne Integration wenig Zukunft

Dass es um das Miteinander der Kulturen in deutschen Großstädten nicht zum Besten steht hätte man nicht nur wissen können. Sondern auch verhindern. Lange vor Pisa. Lange vor der Jahrtausendwende.

Man kann sich mit Recep Celik über alles mögliche unterhalten, aber nicht über den Stand der multikulturellen Gesellschaft. Er weiß nämlich überhaupt nicht, was das sein soll: „Kenn ich nicht,“ sagt er, „davon lese ich höchstens in der Zeitung. Ich bin Türke. Ich lebe in Deutschland. Ich lebe hier gerne. Urlaub mache ich in der Türkei. Auch gerne. Fertig.“

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Post-Pisa in Bremen

AKTUELLES | Jeannette Goddar |

Frankfurter Rundschau, 2004

Pisa an der Weser

Pisa I platzierte Deutschland auf einem skandalösen 21. Platz – und den Stadtstaat Bremen weit abgeschlagen auf dem allerletzten Platz der Bundesländer. Drei Jahre später ist man dort immer noch mit der Ursachenforschung beschäftigt. Und hat längst nicht alle Fragen beanwortet.

Wenn man so da sitzt und Heike Gruben beobachtet, fragt man sich, was eigentlich das Erstaunlichste an ihr ist. Dass sie erst 31 ist und mit ihrer knallblonden Kurzhaarfrisur in jedem Lehrerzimmer den gefühlten wie tatsächlichen Altersdurchschnitt senkt? Dass von den 23 Kindern im Raum nur zwei zuhause deutsch sprechen? Dass sie Erst- und Zweitklässler gemeinsam unterrichtet, die einen also lesen können, die anderen nicht? Oder dass es der jungen Lehrerin tatsächlich gelingt, im Flüsterton zu unterrichten.

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Neukölln: Elternarbeit

AKTUELLES | Jeannette Goddar |

Süddeutsche Zeitung, 2007

Mit den Eltern zum Erfolg

Schulen mit vielen Kindern aus Migrantenfamilien brauchen Moderatoren, die sprachlich und kulturell vermitteln können.

Es gab Zeiten, da war Younes Kheir vor allem gastronomisch engagiert. Er betrieb einen libanesischen Imbiss, mit dem er sich auskannte; sein Sohn besuchte eine deutsche Schule, mit der Kheir sich nicht auskannte. Irgendwann beschloss er, einen Blick in die Schule seines Kindes zu werfen. Und er stellte fest: Es gab viel zu tun. Deutsche Lehrer unterrichteten dort Schüler aus Familien, mit denen sie nicht oder nur unter Inkaufnahme größter Missverständnisse sprechen konnten. „Selbst wenn Schule und Eltern sich trafen, redeten sie immer aneinander vorbei“, erinnert er sich, „niemand verstand wirklich, was der andere wollte.“

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»Gewalt ist Macht«

AKTUELLES | Jeannette Goddar |

Das Parlament, 2007

»Gewalt vermittelt das Gefühl von Macht«

Vor fünf Jahren wird Marinus Schöberl brutal ermordet. Nach Theaterstück und Film hat Andres Veiel das Buch über Täter und Opfer publiziert.

Am 12. Juli 2002 wird der 16-jährige Marinus Schöberl im brandenburgischen Potzlow von zwei Brüdern und einem Dritten über Stunden gequält. Am Ende bringen die 17- und 23-Jährigen ihn zu einem Schweinestall. Marinus muss in einen Trog beißen, dann ermordet ihn einer der Brüder per „Bordsteinkick“: Er springt mit Stiefeln auf seinen Kopf. Die Täter vergraben ihr Opfer in einer Jauchegrube. Der Mord bleibt über Monate unentdeckt. Der Filmemacher Andres Veiel reiste mit der Dramaturgin Gesine Schmidt immer wieder nach Potzlow und sprach mit allen, die reden wollen.

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Jutta Allmendinger

AKTUELLES | Jeannette Goddar |

Frankfurter Rundschau, 2009

Im Porträt: Jutta Allmendinger

»Frauen, lernt Zigarren rauchen«

Man kann Dinge bekanntlich immer so oder so sagen. Besonders in der Wissenschaft. Kann endlos an Formulierungen feilen, damit sie am Ende sehr ausgewogen, sehr lang und manchmal auch sehr langweilig sind. Man kann aber auch Sätze sagen wie: „Wir haben ein echtes Männerproblem.“ Oder: „Frauen, lernt Zigarren rauchen und setzt euch zu den Männern!“ Oder: „Der Heiratsmarkt ist für Frauen immer noch lukrativer als der Arbeitsmarkt.“ So ist Jutta Allmendinger. In drei von vier Fällen kommt sie spät, sehr spät, irgendwohin, wo sie längst erwartet wird. Mit wehendem Mantel, wehenden Haaren; raumgreifend, präsent, noch bevor sie einen Ton von sich gegeben hat.

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